• ENGAGIER DICH.

    MIT DIREKTER UNTERSTÜTZUNG FÜR MENSCHEN AUF DER FLUCHT

 DIREKTHILFE. 

Mit DIREKTHILFE. unterstützten wir Menschen in Not – insbesondere Flüchtende – in sogenannten Krisenregionen. Dabei kooperieren wir mit etablierten und vertrauenswürdigen Organisationen vor Ort, die sich auf freiwilliger Basis engagieren.

 AKTUELL. 

SAMOS.

Aktuell sind wir auf der griechischen Insel Samos engagiert. Gegen 4000 Geflüchtete, die Hälfte davon Frauen und Kinder, werden in einem der sogenannten Hotspots untergebracht – in einem Camp, das lediglich für 650 Personen konzipiert wurde und daher zu 600% überbelegt ist. Ein Grossteil – geschätzte 2000 Menschen – leben ausserhalb des offiziellen Camps in eigens konstruierten Hütten oder in Camping-Zelten im sogenannten „Olive Grove“ Die Lebensbedingungen für die Menschen in beiden Bereichen des Lagers sind äußerst schlecht. Weder der griechischen Regierung noch den internationalen NGOs ist es gelungen, ein menschenwürdiges Umfeld zu schaffen.

Sowohl im offiziellen Lager als auch im „Olive Grove“ besteht dringender Handlungsbedarf. Neben der Verbesserung der gesamten Infrastruktur ist auch die Verteilung von NFIs (Non-Food-Items) wie Kleidung, Hygieneartikel, Planen usw. zentral. Das Essen ist völlig unzureichend und weder gesund noch frisch. Darüber hinaus fehlt es an ausreichender medizinischer Versorgung, psychologischer Unterstützung und Rechtshilfe sowie an Bildungs-, Freizeit- und Kinderbetreuungsangeboten.

In enger Zusammenarbeit und mit Unterstützung von Help Refugees supporten wir vor Ort Organisationen finanziell, die sich für Geflüchtete einsetzen. Dabei legen wir den Fokus auf:

SHELTER.

Refugee 4 Refugees hat im Winter/Frühlung 2019 hunderte Zelte und Hütten wetterfest gemacht. So haben die Menschen wenigstens ein einigermassen trockenes zu Hause. Wir unterstützen die Organisation finanziell für den Kauf von dafür benötigten Materialien sowie für den Kauf von neuen Zelten. Neuankommende stehen vor dem Nichts. Bis auf einen Schlafsack/Decke wird von offizieller Seite nichts zur Verfügung gestellt. Refugee 4 Refugees verteilt Neuankommenden Kleider, Schuhe, Hygieneartikel und Zelte.

INFRA.

Wir unterstützen beim Kauf von fehlender Infrastruktur sowie bei Infrastruktur-Installationen von bestehenden und neuen Zentren. Bislang haben wir das Banana House von Action for Education, die medizinische Klinik von Med’equaliTeam sowie das Zenter von We Are One unterstützt.

FOOD.

Da auch das Essen unzureichend ist, kochen bestehende Organisationen in ihren etablierten Zentren. Wir uterstützen bei der Finanzierung der Mahlzeiten. Hier arbeiten wir insbesondere mit dem Team von Action for Education und dem Communty Centre Baobab zusammen.

EDUCATION.

An vielen Orten wird informelle Bildung angeboten. Durch die Unterstützung im Bereich Infrastruktur, tragen wir auch dazu bei, dass Bildung in einem angenehmen Umfeld stattfinden kann.

COMMUNITY.

Die hier auf Samos entstandenen Zenter setzen auf Partizipation. Viele Menschen aus dem Camp engagieren sich als Freiwillige und gemeinsam mit Menschen aus aller Welt entsteht Raumf für Austauschs, Engagement und ein Gemeinschaftsgefühl. Auch hier besteht unser Beitrag in der Unterstützung dieser Projekte mit Infrastrukur, Essen und sonstigem Material.

 HILFSGÜTER. 

Zudem sammeln wir gemeinsam mit Stand up for refugees HILFSGÜTER., die wir mittels Kleintransporten dahin bringen, wo der Bedarf am Grössten ist. Oftmals kooperieren wir auch mit dem Verein Refy, der sich auf Transporte spezialisiert hat. Wir unterstützen Organisationen im Ausland finanziell und Einzelpersonen auf der Flucht.

 KÜRZLICH. 

Im Janur 2019 haben wir einen Kleidertransport nach Bosnien gebracht der an die Crew von Basis Bosnia ging. Zuvor ging eine Bus-Ladung mit Kleidern und Planen nach Paris an Paris Refugee Ground Support und wir haben für 2 Wochen vor Ort Unterstützung geleistet.

 AKTIV WERDEN. 

Langzeit-Freiwillige werden dringender denn je im Ausland benötigt. Mach dich schlau über mögliche Einsätze via Facebook oder melde dich bei unserer Partnerorganisation  Indigo Volunteers. Indigo vermittelt  Interessierte in auserwählte Projekte in Griechenland und entlang der Balkanroute.

 EINSÄTZE. 

 PARIS. 

PARIS. – 2017 | 2018

In Paris leben über Tausend Geflüchtete auf der Strasse. Sie hausen entlang Kanälen, Autobahnen und unter Brücken. Sieben Schweizer Hilfsorganisationen setzten sich im Winter 2017/2018 in der französischen Hauptstadt für die Schutzlosen ein.

Paris, Januar 2018. Paris bedeutet für einen Grossteil der Geflüchteten Endstation. Nachdem ihnen das Recht auf Asyl in Ländern wie Deutschland oder Italien verwehrt wurde, ziehen sie weiter nach Paris. In der französischen Hauptstadt erwartet sie abermals ein tristes Dasein: In Kleingruppen hausen sie entlang Kanälen, unter Brücken oder unter Autobahnbrücken. Wer Glück hat, kommt in einem kleinen Zelt unter, welches sie sich mit mehreren Personen teilen müssen. Viele müssen auf dem kalten Boden schlafen – als Unterlage dient ein durchnässter Karton-Fetzen. Die Behörden bieten den wenigsten von ihnen Schutz. Sie sind auf sich allein gestellt und auf die Hilfe von Freiwilligen angewiesen.

Sieben Schweizer Hilfsorganisationen packen an

Über Weihnachten und Neujahr 2017 / 2018 engagierten sich sieben Schweizer Hilfsorganisationen in Paris. Sie packten dort an, wo die Behörden und die Politik der Grande Nation versagen. Die Basler Organisation Rastplatz und die Aargauerinnen von Projekt Soupport verteilten täglich rund 300 – 500 Mahlzeiten. “Die Dankbarkeit der Menschen ist überwältigend”, sagt die Oltnerin Jael Schärli von Rastplatz . “Ohne Freiwillige würden hunderte Menschen in der Kälte hungern.”

Während der Essensverteilung bereiten sich die anderen Organisationen auf die Nachtschicht vor. Die Bieler Vereine FAIR. und Stand up for Refugees sowie die Berner Organisationen Everyday, just a smile und BAAS – Be aware and share waren für die Verteilung der Hilfsgüter verantwortlich. Im Lager sortierten sie die gesammelten Spenden aus der Schweiz. “Die Nächte sind kalt und setzen den Schutzlosen zu”, sagt der Bieler Cyril Romann vom Verein FAIR..

Kooperation als Schlüssel

Dank der Zusammenarbeit der Organisationen konnte in relativ kurzer Zeit äusserst viel bewirkt werden. Zentraler Aspekt: die Unterstützung der in Paris ansässigen Organisation Paris Refugee Ground Support. Nur durch die lokale Partnerorganisation konnte überhaupt sinnvolle humanitäre Hilfe geleistet werden.

Durch die Vielseitigkeit der Organisationen konnte zudem flexibel auf die Bedürfnisse vor Ort reagiert und hunderte obdachlose Geflüchtete unterstützt werden. Eine breit angelegte Spenden-Kampagne ermöglichte zudem den Kauf von 500 Paar Winterschuhen. Paris Refugee Ground Support wurde massgeblich entlastet und bei der Restrukturierung des Lagerraums unterstützt. Die mediale Berichterstattung in einem international renommierten Magazin informierte darüber hinaus tausende Interessierte über die desolaten Zustände für obdachlose Geflüchtete in Paris. Alles in Allem ein erfolgreicher Kurzeinsatz dank einer hervorragenden Zusammenarbeit.

Mit dabei waren:
Stand up for refugees |  Rastplatz |  Everyday, just a smile | Be Aware And Share – BAAS Projekt Soup-Port: Flüchtlingshilfe vor Ort | Verein FAIR.  |  Basel hilft mit – Bahm

 TORBALI. 

TORBALI. (TR) | 2016

Unser Wirken und Tun rund um Torbali (Türkei) – Erfahrungsbericht
Aktuell befinden sich 2,5 Mio. registrierte Menschen auf der Flucht in der Türkei, was aber noch lange nicht alle sind, da ein grosser Teil nicht registriert ist. Der Grund für die grosse Anzahl an Menschen ist zum einen darauf zurückzuführen, dass die Türkei ein Nachbarland von Syrien ist, wo der grausame und zerstörerische Krieg im Gange ist. Somit ist es nahe liegend, dass viele Menschen Schutz im benachbarten Land suchen, in der Hoffnung, nach dem Krieg wieder zurück zu kehren, oder doch den Weg nach Europa zu wagen. Die konkreten Auswirkungen der politischen Weltlage, spüren die Menschen auf der Flucht. Diesen Menschen begegnen wir hier und versuchen ihre Not ein kleines bisschen zu mindern.

Dies haben sich hier schon andere Gruppierungen zum Ziel gesetzt. Während der ersten Zeit unseres Aufenthaltes traten wir mit diversen Gruppierungen und Einzelpersonen in Verbindung, um herauszufinden, wer was wo und wie macht. Dabei lernte ich viele interessante Projekte und Menschen kennen. Mein erster Besuch in einem Camp war mit Iris, Nashwan und Cyril. Iris ist eine Deutsche, die in der Türkei lebt und bereits seit über einem Jahr engagiert ist. Nashwan ist aus dem Irak und selbst vom Krieg geflohen. Er ist eine grosse Hilfe als Übersetzer, Kulturvermittler und geniesst grössten Respekt und Anerkennung der Menschen hier. Die beiden wollten Essen in die Camps bringen. Wir begleiteten sie und unterstützen sie dabei. Mein erstes Zusammentreffen wie auch alle weiteren mit den Menschen aus den Camps hat mich stark berührt. Alle Leute, welchen ich begegnet bin, sind unendlich zuvorkommend, eher zurückhaltend, sehr würdevoll und dankbar. Die Frauen begrüssen mich grösstenteils mit drei Küssen auf die Wangen. Die Männer sind auf Abstand, halten die Hand vor ihre Brust und neigen den Kopf nach vorne. Dies blieb bei all unseren weiteren Besuchen gleich. Die Kinder rennen vielerorts voller Begeisterung auf mich zu und umarmen mich. Schon nur dieser Moment der Begrüssung prägte sich tief in mir ein. Die Bedingungen in den Camps sind unglaublich einfach und notdürftig. Die Leute wohnen in einfachen, selbst konstruierten Zelten aus Plachen. Am Boden sind Teppiche ausgelegt und zum Schlafen dienen oftmals dünne Matratzen. Gekocht und draussen auf dem Feuer und Kleider werden mit blossen Händen gewaschen. Die Kleider der Leute sind dreckig und oftmals kaputt. Die Kinder tragen selten Schuhe und viele Erwachsene nur einfache Sandalen. Die Haut der Kinder ist aufgeraut von der Witterung und die Haare struppig. Trotz dieser unglaublichen Armut ist die Stimmung sehr schön. Die unzähligen Kinder spielen, rennen umher und kommen neugierig auf mich zu. Die Frauen sind meistens am Kochen oder Waschen. Das Leben ist einfach aber sehr gemeinschaftlich und gruppenbezogen. Iris und Nashwan gehen ca. einmal in der Woche in abwechselnde Camps um Nahrungsmittel und manchmal Hygieneartikel zu verteilen. Andere Gruppierungen sind daran, Heizungen zu organisieren oder Zelte winterfest zu machen. Immer wieder begegnen wir anderen Gruppen, die in den Camps aktiv sind. Eine Koordination und ein reguläres Helfer-System gibt es nicht. Cyril versucht das ganze etwas zu vernetzen und Aufgaben auf zu teilen. Daraus ergab sich, dass wir (Cyril, Nashwan und ich) uns auf Hygieneartikel fokussieren. Da bereits Plachen, Decken und Matratzen von einer anderen Gruppe gebracht werden, entschieden wir uns für alle diese Familien in den bekannten Camps Duschmittel, Seife, Waschmittel, Abwaschmittel, Rasier, Schwämme, Feuchttücher, Windeln, Damenbinden und möglicherweise Kondome zu bringen. Aktuell überlegen wir uns in Absprache mit einer anderen Organisation, ob Trainings zur Verhütung notwendig sind. Durch die wertvolle Mithilfe von Yeliz, einer engagierten und sehr sympathischen Türkin machen wir eine Grossbestellung der Hygienesachen. Nashwan hilft bei der Abklärung, welches Camp wie viel braucht. So starten wir unser Projekt: 1500 Leute mit Hygienematerial versorgen. Auch wenn dies eine Hilfe für eine kurze Zeit ist, sind die Leute in den Camps dankbar. Was es aber brauchen würde, ist eine nachhaltige und langfristige Lösung. Dies wären Arbeitsplätze und eine Willkommenskultur für diese Menschen. Zwei lokale Gruppen bieten hier bereits Hand: ReVi stellt Armbänder und Strickmatrial mit den Leuten her um diese in Europa zu verkaufen. Imece – eine andere Gruppe – näht Kleider und Säcke und stellen so Arbeitsplätze für die Newcomers zur Verfügung. Bei unserem Besuch kaufte ich vier Taschen und ich konnte damit die Hälfte an eine neue Nähmaschine, die erneut einen neuen Arbeitsplatz bedeutet, finanzieren. Bei beiden Projekten sind super Leute involviert. Es war eine Freude und eine Bereicherung diese kennen zu lernen. Hierbei danke ich allen, die in irgendeiner Form hier oder in ihren Heimatländern engagiert sind und sich für die Menschen und somit für die Menschlichkeit einsetzen. Auch ich werde mit vielen wertvollen Begegnungen, Erinnerungen und Erfahrungen zurückkommen und mich an meinem Wohnort wieder voll und ganz meinem Engagement in der Politik, meiner konkreten Arbeit und meinen alltäglichen Aktionen und Begegnungen voller Solidarität und Liebe widmen.

An dieser Stelle bedanken sich Cyril und Anna für die grosszügige Unterstützung. Dank den vielen Spenden an den Verein FAIR. konnten wir hier in der Türkei einen kleinen Unterschied machen.

Für den Verein FAIR.
Anna Tanner

Und hier noch ein Bericht von Cyril, der in der Friedenszeitung Dezember 2016 publiziert wurde.

Dezember 2016 – „In den Flüchtlings-Zeltlagern von Izmir“ – Friedenszeitung

Februar 2016 – „Pressemitteilung über die Räumung der Lager in Izmir

 SUBOTICA. 

SUBOTICA. (SRB) | 2016

Von Juli bis August 2016 engagierte sich der Verein FAIR. in Subotica an der serbisch-ungarischen Grenze und hat in Zusammenarbeit mit Freiwilligen aus der Schweiz und aus Serbien den Grundstein für das Projekt FRESH RESPONSE gelegt. Dieses wurde von nachkommenden Freiwilligen weitergeführt und weiterentwickelt.

Bericht Sommer 2016
Im Team werden täglich gegen 300 Essenspäckli, die abwechslungsreich mit Früchten, Gemüse, Reis, Kartoffeln, Schokoriegeln, Nüssen, Crackers, Pasta, Öl und gelegentlich Bureks (einer serbischen Teig-Käse-Spezialität) gefüllt werden, verteilt. Der Fokus liegt dabei auf dem Transit Camp Kelebija sowie den Menschen aus dem One-Stop Camp in Subotica und nach Möglichkeit dem Camp Horgos. In letzterem ist eine Verteilung jedoch kaum möglich, da die Behörden fast immer intervenieren. Es werden täglich saisonale und lokale Früchte und saisonales und lokales Gemüse eingekauft sowie Bureks frisch bei der Bäckerei. Insgesamt werden gegen 500+ Menschen erreicht und es wird für gesundes und abwechslungsreiches Essen gesorgt. Die Leute in den Camps sind dafür extrem dankbar. Nach Möglichkeiten werden ebenfalls Kleider, Zelte, Decken und Schuhe verteilt – hier stosst das bestehende Team jedoch Grenzen.

Hier ein Bericht von Vice über unsere Arbeit in Idomeni und Serbien mit Barbara, Lena und vielen weiteren.
http://www.vice.com/alps/read/schweizerinnen-verzichten-auf-ihre-reise-um-im-flchtlings-camp-hilfe-zu-leisten-ch?utm_source=viceFBschweiz

 IDOMENI. 

IDOMENI. (GRC) | 2016

Nachdem der Einsatz auf LESBOS. im März auf Grund höherer Prioritäten auf dem Festland zu Ende gegangen ist, engagierte sich der Verein FAIR. in Idomeni. Das Gebiet an der griechisch-mazedonischen Grenze war bis zur Räumung des Lagers Ende Mai nach wie vor Ort der letzten Hoffnung. Bis zur Zwangsräumung harrten noch immer tausende Menschen, darunter ca. 40% Kinder, unter menschenunwürdigen Zuständen an der Grenze aus, in der Hoffnung, doch noch irgendwie ins Zielland in Mitteleuropa zu gelangen.

Idomenivolunteers
Der Verein FAIR. engagierte sich während knapp drei Monaten hauptsächlich in der Koordination der verschiedenen Teams der Volunteers vor Ort und hat diesen in enger Zusammenarbeit mit Trace von REFUGEES-START und den Frewilligen Phoebe und Aslam Unterstützung angeboten und die Kommunikation und die Zusammenarbeit der vor Ort sich engagierenden Teams gefördert. Gleichzeitig haben wir als Plattform NORTHERGREECEVOLUNTEERS ankommenden Volunteers Informationen über die Lage vor Ort gegeben, Trainings und Hilfe angeboten und waren Ansprechspartner auf Seiten der Volunteers für zahlreiche grosse Hilfswerke wie MSF, Save the Children und UNHCR. Als Team haben wir die Zusammenarbeit zwischen Freiwilligen und Offiziellen koordiniert und unterstützt. Als Kollaboration bestehend aus zahlreichen kleinen Teams, Organisationen und Volunteers haben wir tausende Essensrationen ins Camp gebracht, Zelte aufgestellt und Kleider verteilt, Schulen aufgebaut, den Menschen zugehört und den Ort Idomeni etwas menschenwürdiger gestaltet.

Die damals aufgegleiste Arbeit wird heute durch HELP REFUGEES weitergeführt.

Hummus Rights Project
Weniger aktiv aber dennoch konstant unterstützte der Verein FAIR. finanziell und organisatorisch das HUMMUS RIGHTS PROJECT, das er mit den Volunteers Camilla, Remy und Matti Mitte März mitgegründet hatte. Das Projekt hat beinahe bis zur Schliessung des Hauptlagers Idomeni täglich bis zu 2000 Essenspäckli ins Camp gebracht und möglichst fair und menschenwürdig verteilt. Insgesamt wurden wohl gegen 100’000 Pakete verteilt!
Die Foodbags enthielten die meiste Zeit eine frische Frucht, eine Tomate, Brot und Eier/Hummus und lieferten ca. 400 kcal pro Portion. Die meisten Produkte wurden direkt aus der Region bezogen, um die lokale Wirtschaft zu unterstützen und das Projekt möglichst nachhaltig zu gestalten. Die Kosten beliefen sich auf ca. 1000 CHF pro Tag. Diese konnten durch die finanzielle Unterstützung von Aslam Obaid, der ab mitte April das Brot sponserte, etwas reduziert werden.

 LESBOS. 

LESBOS. (GRC) – 2015 | 2016

September/Oktober 2016
Nach dem desaströsen Brand am 19. September 2016 in Moria  – dem Registrierungs- und Inhaftierungslager auf Lesbos – haben wir uns kurzfristig entschieden, erneut in Lesbos aktiv zu werden. Seit dem verheerenden Abkommen der EU mit der Türkei vom März dieses Jahres ist es zu Unrecht um die kleine Insel Lesbos ruhiger geworden. Die Menschen hier wurden vergessen.

Die verschiedenen Camps platzen aus allen Nähten und die Versorgung vor allem im Registrierungs- und Inhaftierungslager Moria ist miserabel. Immer noch leben hier Menschen in Campingzelten im Freien – über Monate hin wohl verstanden. Also solange, bis Ihr Asylantrag überprüft wurde. Viele haben kaum Chancen auf Asyl. Die restriktive Asylpolitik kennt kein Erbarmen. Wer unter den politischen Spielchen und Launen der Entscheidungsträger leidet, sind Menschen wie du und ich. Wir haben in der Zeit, in welcher wir hier erneut aktiv waren, vor allem bestehende Teams unterstützt. Haben Kleider, Schuhe, Hygieneartikel gekauft, und Einzelpersonen direkt unterstützt.

Oktober 2015 – März 2016
In Lesbos haben wir Menschen unterstütz, die auf der griechischen Insel Lesbos gestrandet waren. Viele voller Hoffnung auf ein besseres Leben. Auf ein Leben ohne religiöse oder politische Unterdrückung, ohne Armut, ohne Bomben, ohne Checkpoints, und vielleicht sogar mit der Aussicht auf bessere Bildungschancen für die Kleinsten. Viele träumen von einer erfüllenden Arbeit, einem neuen zu Hause und neuen Freunden. Doch von letzteren Punkten sind die Menschen oft weit entfernt. Im Registrierungscamp Moria ging es um elementare Dinge wie Essen, trockene Kleidung, ein Platz zum Schlafen, Informationen. Jeder geflüchtete Mensch, der die Insel erreicht, kommt (nach wie vor) früher oder später hierher, um seine Papiere für die Weiterreise zu bekommen. Mittlerweile fungiert Moria tragischerweise als Detention-Center.

Ein kleines und wechselndes Team vom Verein FAIR. versuchte seit Mitte Oktober die Menschen in Lesbos auf ihrer beschwerlichen und gefährlichen Reise zu unterstützen. Wir engagierten uns für BETTER DAYS FOR MORIA. Im Better Days Team bestehend aus zahlreichen freiwilligen Hilfskräften aus aller Welt verteilten wir den teilweise bachnass vor Kälte zitternden ankommenden geflüchteten Menschen warmes Essen, heisser Tee, trockene Kleidung und den Kids kleine Geschenke. Wir gaben den Menschen die wichtigsten Infos weiter, damit sie sich zurecht finden konnten, suchten Schlafplätze und verteilten Decken und Schlafsäcke. Wir boten medizinische Hilfe, fuhren die Menschen wenn nötig ins Krankenhaus, machten Crowd-Control bei der Registrierung, suchten verlorengegangene Familienmitglieder. Wir sammelten Müll ein und brachten liegengebliebene Kleider und Decken zur Wäscherei und upcycelten Schwimmwesten. All dies 24 Stunden, 7 Tage die Woche von Oktober bis April. Wir machten alles in unserer Macht stehende, um die Leute menschenwürdig zu versorgen und sie freundlich zu empfangen.