SUBOTICA.

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Bis Mitte August 2016 engagierte sich der Verein FAIR. in Subotica an der serbisch-ungarischen Grenze. Vor kurzem konnte das Projekt erfolgreich an Volunteers (unter der Leitung von Dan) mit denen wir längere Zeit zusammengearbeitet hatten, übergeben werden. Das Projekt hat jetzt einen eigenen Namen und eine Facebook Page. Aktuelle News von Fresh Response hier.
Die Situation in Serbien (vor allem in Belgrad und den Grenzregionen) hat sich in den letzten Tagen und Wochen massiv zugespitzt. Zur Zeit befinden sich in der Region Subotica an der serbisch-ungarischen Grenze ca. 1000 – 1500 Newcomers. In Serbien alleine sind es laut aktuellen Zahlen (Stand 17. August 2016) über 4000 Menschen.
An der Grenze zu Ungarn leben Newcomers entweder in den Transit Camps Kelebija/Horgos auf serbischem Gebiet oder im einzig offiziellen und massiv überbesetzten One Stop Camp in Subotica. Die Zustände in den Idomeni-ähnlichen Transit Camps – es gibt insgesamt zwei – sind menschenverachtend und äusserst erbärmlich. Das Essen besteht lediglich aus Dosenfisch-Futter mit Brot und gelegentlich einer Frucht. Nach Duschen suchte man bis vor kurzem in den Transit-Camps ebenfalls vergebens. Dank dem Timber Projekt sind aber mittlerweile in Horgos Duschen installiert worden so wie auch ein „Social Space“ in Kelebija.
Die Toiletten werden nur alle paar Tage geputzt und sind demnach kaum auszuhalten und benutzbar. Die Lager versinken im Müll. Zur Übernachtung müssen der Boden und Zelte ausreichen.

Im Team werden täglich gegen 300 Essenspäckli, die abwechslungsreich mit Früchten, Gemüse, Reis, Kartoffeln, Schokoriegeln, Nüssen, Crackers, Pasta, Öl und gelegentlich Bureks (einer serbischen Teig-Käse-Spezialität) gefüllt werden, verteilt. Der Fokus liegt dabei auf dem Transit Camp Kelebija sowie den Menschen aus dem One-Stop Camp in Subotica und nach Möglichkeit dem Camp Horgos. In letzterem ist eine Verteilung jedoch kaum möglich, da die Behörden fast immer intervenieren. Dan und sein Team arbeiten aber an einer Lösung, die Hände und Füsse hat.
Es werden täglich saisonale und lokale Früchte und saisonales und lokales Gemüse eingekauft sowie Bureks frisch bei der Bäckerei. Insgesamt werden gegen 500+ Menschen erreicht und es wird für gesundes und abwechslungsreiches Essen gesorgt. Die Leute in den Camps sind dafür extrem dankbar. Nach Möglichkeiten werden ebenfalls Kleider, Zelte, Decken und Schuhe verteilt – hier stosst das bestehende Team jedoch Grenzen.

Seit kurzem läuft die Crowdfunding Aktion von Fresh Response – jeder Beitrag ist mehr als willkommen!

Hier ein Bericht von Vice über unsere Arbeit in Idomeni und Serbien mit unseren Freunden Barbara und Lena und vielen weiteren.
http://www.vice.com/alps/read/schweizerinnen-verzichten-auf-ihre-reise-um-im-flchtlings-camp-hilfe-zu-leisten-ch?utm_source=viceFBschweiz