ÄTHIOPIEN FAIRTRADE-AWARD REISE

Banner_Äthiopien_2Am Montag, 30. September 2013, war es endlich soweit. Die langersehnte und mit Spannung erwartete Reise nach Äthiopien konnte losgehen. Erster Stopp Addis Ababa. Dort trafen Andriu von youngCaritas, Fabian und Myriam von Max Havelaar Schweiz, Remo, Cyril, Loïc, Steve und Nina vom Verein FAIR. auf die zwei Brüder Lior und Morris von Wasser für Wasser, welche von Sambia anreisten. Somit war das Dreamteam komplett und fuhr spätnachts mit zwei Minibussen los in eine Welt voller neuer Eindrücke. In ein Land, das landschaftlich kaum vielfältiger und menschlich kaum liebeswerter sein könnte.

Nach einer kurzen Nacht fuhren wir mit Mohammed, unser Guide und Fairtrade Verantwortlicher für Äthiopien, auf die Fairtrade Rosenplantage von Linssen Roses, welche ca. 100km ausserhalb der Hauptstadt Addis liegt. Lachende und strahlende Gesichter, bunte Kleidung, eine schier grenzenlose Offenheit seitens Linssen Roses sowie intensive Diskussionen mit den Plantageleitenden führten schliesslich dazu, dass auch die letzten Vorurteile unsererseits abgebaut werden konnten. Denn für Rosen aus Ostafrika konnten sich zu Beginn nicht alle auf ganzer Linie begeistern. Umso grösser war die Freude vor Ort, dieses positive, sich stetig weiterentwickelnde und vorbildliche Fairtrade Initiative hautnah miterleben zu dürfen.

Mit unzähligen Impressionen und einem leichten Knurren im Magen fuhren wir zurück nach Addis Ababa. In einem touristisch angehauchten Restaurant liessen wir den Abend ausklingen, genossen das erste traditionelle Essen und erhielten einen kleinen Einblick in die äthiopische Kultur.
Am darauf folgenden Tag ging’s weiter nach Hawassa und Dilla Town zu den Kaffeekooperationen Yirgacheffe und Sidama. Zwei verschiedene Communities, welche durch sehr viel Ambitionen und Zusammenhalt ihren zu verkaufenden Fairtradeanteil erhöhen wollen. Zudem sind sie Bio zertifiziert, da sie an der traditionellen Landwirtschaft festhalten.

Berührt von staunenden Kindergesichtern, einem Leben in aller Einfachheit und einem Boxenstopp in Hawassa war es nach fünf Tagen an der Zeit, im Norden Äthiopiens die Arbeit der Caritas zu bestaunen. Vom Städtchen Adigrat aus wurden uns drei Wasserprojekte des lokalen Partners der Caritas, dem ADCS, gezeigt. Von Pumpen und Bewässerungsanlagen zur Grundwassergewinnung bis hin zu einem Staudamm reichte das Spektrum. Diesmal wurden wir von einem Geologen und vom Caritas Mitarbeiter Ermias begleitet, welche nach bestem Wissen Auskunft über die Projekte gaben. Interessant und lehrreich war vor allem der Assabol-Staudamm, der in der öden Steinlandschaft einen wunderschönen Stausee bildet und für die Bevölkerung eine Lebensgrundlage darstellt. Auch im Norden waren vor allem die Begegnungen mit den Kleinbauern und Nutzenden der Caritas Projekte das Highlight. Es war wunderschön zu erleben, wie stolz diese auf die Erfolge sind.